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Montag, 8. Januar 2007

Railbars rüsten auf: Guter Kaffee in sämtlichen SBB-Zügen

Bahnfahrende Kaffeeliebhaber können sich freuen: Das Bahnverpflegungsunternehmen Elvetino will laut «Sonntagsblick» bis Mitte dieses Jahres auf sämtlichen mobilen Railbars in den SBB-Zügen echten frischen Kaffee anbieten.

Fertig also mit der lauwarmen abgestandenen Brühe: Ein batteriebetriebenes Kaffezubereitungssystem von Lavazza soll künftig für das «Schäumchen auf dem Espresso» sorgen. Die Freude erhält jedoch einen Dämpfer: Der Kaffeebecher kostet künftig 3.70 Franken – zwanzig Rappen mehr als bisher. Damit sollen die Kosten von 10 000 Franken pro Maschine eingespielt werden. (20 Minuten)

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Eingetragen von Luginbühl am 19:26 | 1 Kommentare | Link zum Artikel  

Samstag, 6. Januar 2007

Schlechte Ernteaussichten geben Kaffeepreisen Schub


Letzten Herbst blieb in Brasilien der Regen aus. Das treibt nun die Preise für Kaffee nach oben – und setzt den lokalen Bauern zu.

Kaffeebauer BrasilienSão Paulo. – Joaquim José de Oliveira muss derzeit mit wenig auskommen. Der 50-jährige Kaffeepflanzer aus dem brasi­lianischen Guaxupe bringt von der dies­jährigen Ernte nur einen Teil auf den Markt. Denn Trockenheit hat dafür ge­sorgt, dass die nächste sehr schwach sein wird. «Ich verkaufe nur so viel, dass ich weitermachen kann», sagt der Mann mit dem Strohhut. «Sonst habe ich nächstes Jahr gar nichts.» Schuld an de Oliveiras Situation ist der Oktoberregen. Der kam letztes Jahr zu spät. Die Kaffeebäume in wichtigen An­bauregionen Brasiliens konnten sich so nicht von der Trockenheit des Winters erholen. Nur wenige Pflanzen haben Blü­ten angesetzt. Die Gleichung ist einfach: keine Blüten, keine Bohnen.

Massiv tiefere Ernte nächstes Jahr
Den neuesten Prognosen zufolge wird die nächste Ernte in Brasilien, der welt­weit wichtigsten Produzentennation, um 28 Prozent geringer ausfallen als im Vor­jahr. Die Landwirtschaftsbehörde Conab prognostiziert für die Saison von April bis Oktober 2007 einen Ertrag von 31 bis 32 Millionen Säcken à 60 Kilogramm – ein Vierjahrestief. Terminkontrakte auf die Sorte Arabica mit Lieferung im März verteuerten sich im Dezember zum Teil über das Höchst vom letzten Februar, als das Pfund à 0,454 Kilo knapp 1.30 Dollar kostete. Verantwortlich für den ausge­prägten Haussetrend der letzten Wo­chen sind aber nicht nur tiefe Ernteprog­nosen, sondern auch grosse Hedge Funds.

Händler John Wolthers vom Expor­teur Comexim in Santos bei São Paulo rechnet für die Zukunft deshalb sogar mit Preisen von bis zu 1.35 Dollar. Er glaubt, dass die Kaffeeproduzenten Vorräte zu­rückhalten werden, um in Zukunft von steigenden Preisen zu profitieren und für die erwartete Durststrecke vorzusorgen. «Sie haben gelernt, das Verkaufsvolu­men gut zu dosieren.»

Kaffeebauer de Oliveira hat es beson­ders schwer getroffen. Er schätzt, dass nur 1200 der 23 000 Bäume seiner Plan­tage richtig Blüten trugen. Margarete Bo­teon, Leiterin der Kaffeeforschung an der Universität von São Paulo, geht davon aus, dass die Hälfte der Bäume wegen der Dürre zu wenig Blüten getragen haben. De Oliveiras Heimatregion Guaxupe, die in den Bergen zwischen den Staaten São Paulo und Minas Gerais liegt, bringt vier Fünftel der brasilianischen Arabica­ Bohnen hervor, die 70 Prozent der Ge­samtproduktion des Landes ausmachen. Den Rest liefert die bitterere und günsti- gere Sorte Robusta, die als Beimischung zu Arabica und zur Herstellung von Lös­lichkaffee verwendet wird.

Kaffee kennt Zwei-Jahres-Rhythmus
Von Mai bis September fielen in Gua­xupe nur 80,6 Millimeter Regen – so wenig wie seit 1985 nicht mehr. Im Vorjahr waren es 250 Millimeter gewesen. Die 10 000 Mit­glieder der lokalen Kaffee-Kooperative Cooxupe produzierten dieses Jahr rund 4,2 Millionen Säcke oder 13 Prozent der ge­samten Arabica-Ernte Brasiliens. Nächs­tes Jahr werde der Ertrag auf 2,5 Millionen einbrechen, sagt Joaquim de An­drade, Chef-Landwirt der Kooperative. Was man allerdings wissen muss: Schwankungen der Produktionsmenge sind nichts Ungewöhnliches. So verläuft die Kaffeeernte Brasiliens gewöhnlich ohnehin in einem Zwei-Jahres-Zyklus, der aus einer besseren und einer rund 20 Prozent schwächeren Ernte besteht. Ma­rio Cerutti, Leiter Einkauf bei Lavazza, dem grössten italienischen Kaffeeröster, rät daher zu Besonnenheit. Wenn die Produktion nicht wirklich deutlich ein­breche, werde der Kaffeepreis wieder sinken. (Bloomberg/TA)

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Eingetragen von Luginbühl am 21:32 | 0 Kommentare | Link zum Artikel  

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