Kaffee könnte auch positive Auswirkungen auf den Körper haben.

Herzinfarkt, Leberleiden, Abhängigkeit - über die Gefahren des Kaffee-Konsums ist viel diskutiert worden. Doch das braune Elixier könnte auch positive Auswirkungen auf den Körper haben.
Herzinfarkt, Leberleiden, Abhängigkeit - über die Gefahren des Kaffee-Konsums ist viel diskutiert worden.
Durch den Genuss von Kaffee können Raucher möglicherweise das Risiko vermindern, an Blasenkrebs zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Gonzalo López-Abente vom Nationalen Zentrum für Epidemiologie in Madrid zusammen mit seinen Kollegen jetzt im britischen Journal of Epidemiology and Community Health präsentiert hat.
Die Wissenschaftler werteten die Daten von fast 500 Fällen von Blasenkrebs an zwölf grossen Krankenhäusern Spaniens über einen Zeitraum von einem Jahr aus. Dabei wurde zwischen Patienten unterschieden, die sowohl Kaffee als auch Nikotin konsumierten und Rauchern, die wenig oder gar keinen Kaffee tranken.
Rauchen gilt als einer der grössten Risikofaktoren für den Blasenkrebs. Raucher, die wenig oder keinen Kaffee trinken, haben ein um das Siebenfache erhöhtes Blasenkrebs-Risiko verglichen mit Nichtrauchern. Der regelmässige Griff zur Tasse kann diese Gefahr senken - um mehr als die Hälfte!
Wie genau Kaffee das Krebsrisiko reduziert, ist für die Wissenschaftler noch immer ein Rätsel. Einige Forscher gehen davon aus, dass das Getränk im Körper mit krebserregenden Stoffen reagiert und weniger gefährliche Verbindungen bildet.
Krebsforscher warnen allerdings, aus der aktuellen Studie die falschen Schlüsse zu ziehen.
So sei die Zahl der untersuchten Nicht-Kaffeetrinker sehr klein gewesen, meint Mary Berrington von der britischen Cancer Research Campaign gegenüber "BBC News". "Das Ganze ist sehr komplex, so dass weitergehende, grössere Studien dringend notwendig sind."