Die Urheimat des Arabia-Kaffees ist Äthiopien und benannt wurde er nach der äthiopischen Provinz Kaffa.

Die Urheimat des Arabica-Kaffees ist Äthiopien und benannt wurde er nach der äthiopischen Provinz Kaffa.
Heute ist Äthiopien ein wichtiges Kaffee-Erzeugerland und von allen afrikanischen Staaten der Hauptexporteur von Arabica-Bohnen. Äthiopische Qualitätskaffees sind unverwechselbar im Geschmack und zählen zu den besten der Welt. Etwa 50% der Kaffeeproduktion werden in Höhenlagen um 1500 m angebaut. Kaffee aus Harer, einem der höchstgelegenen Anbaugebiete überhaupt, wird in Shortberry und Longberry unterteilt, wobei letzterer die begehrtere Sorte ist. Der Longberry Harer ist weich, weinig, ausgesprochen würzig-kräftig mit feiner Säure - ein Kaffee von unvergleichlichem Aroma. Im Anbaugebiet Jima wird auf einer Höhe von 1200 m wildwachsender Kaffee geerntet, der als Lima und Babeka auf den Markt kommt.
Die wohl härtesten Bohnen sind die Yirgacheffies, die nach Japan und Europa ausgeführt werden. Die grösste Einzellieferung dieser Bohnen erhält die Rösterei Dallmayr aus Deutschland. Äthiopischer Kaffee ist nicht leicht zu beschreiben. Er sollte nicht zu stark geröstet werden, da er sonst seinen besonderen Charakter verliert. Guter Kaffee aus Äthiopien hält einen Vergleich mit feinen Kaffeesorten anderer Herkunft durchaus aus und für die Arabicas werden Höchstpreise erzielt. Ein Grossteil des Kaffees wird nach Deutschland, Frankreich, Japan und in die USA ausgeführt.
Die berühmteste Sorte heisst Harrar.
Im Geburtsland der Kaffeepflanze wird auch heute noch ein besonderes Gewächs gezüchtet. Die Hochlandbohne hat zwar nur wenig Körper, überzeugt jedoch mit feinem Duft und einem dezenten Aroma, mit elegant austarierter Säure, die mitunter auch scharf wird. Die berühmteste Sorte heisst Harrar und wirkt manchmal spritzig und wild auf der Zunge.